Der innere Alibiakrobat im Arbeitsalltag: Eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Aufnahme mit einem offenen Buch und einer Hand, die eine kleine Sicherheitsregel umgeht, akzentuiert durch den gold-gelben Impulspfeil der Unternehmensberatung Christian Harrer.

Der Alibiakrobat in uns allen

Warum wir im Alltag kleine Sicherheitsregeln brechen

Warum wir bei scheinbar harmlosen Abkürzungen wegschauen und welche fatale Signalwirkung das hat.
Es fängt im Kleinen an: Da wird kurz auf die Leiter verzichtet, um die Glühbirne „mal eben schnell“ im Stuhl stehend zu wechseln. Da wird die Schutzbrille für den kurzen Handgriff weggelassen, weil der Weg zum Spind zu weit ist. Oder man überquert die Straße bei Rot, obwohl kein Auto zu sehen ist. Wir alle kennen diesen inneren Drang zur Abkürzung.
Es steckt in jedem von uns ein kleiner „Alibiakrobat“ – jemand, der sich geschickt die Welt so zurechtlegt, dass der Regelfall für diesen einen Moment angeblich nicht gilt.
Das Problem ist nicht der einmalige Handgriff. Das Problem ist das Signal, das wir damit aussenden.

Die Psychologie der kleinen Ausnahme
Der Alibiakrobat argumentiert rationalisiert: „Das mache ich schon seit zwanzig Jahren so“, „Es ist ja kein Werkzeug im Weg“ oder „Das dauert nur drei Sekunden“. Wir erfinden Ausreden, um unsere Bequemlichkeit oder unseren Zeitdruck vor uns selbst zu rechtfertigen.
Im privaten Alltag mag das eine persönliche Risikoabwägung sein. Im betrieblichen Umfeld wird dieser innere Alibiakrobat jedoch zur echten Gefahr für die gesamte Organisation.

Die Signalwirkung auf das Team

Führungskräfte und erfahrene Mitarbeiter haben eine Vorbildfunktion, die rund um die Uhr wirkt – vor allem dann, wenn sie nicht aktiv darüber nachdenken. Wenn der Meister im Betrieb „mal eben schnell“ ohne Handschuhe an eine Maschine fasst oder die Absperrung ignoriert, registriert das Team das sofort.

  • Die unausgesprochene Botschaft: Regeln sind optional, wenn man es eilig hat.
  • Der Vertrauensverlust: Sicherheitsunterweisungen verlieren ihre Glaubwürdigkeit, wenn die Führungskraft sie im Alltag selbst umgeht.
  • Die Kettenreaktion: Was der Chef im Kleinen vormacht, wird von den Mitarbeitern im Großen kopiert.

Tipp: Entlarven Sie den Alibiakrobaten

In unserem Buch gehen wir detailliert auf die psychologischen Fallen im Arbeitsschutz ein und zeigen praxisnah, wie Sie den „Alibiakrobaten“ in sich und Ihrem Team in den Griff bekommen.
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Fazit: Den eigenen Alibiakrobaten entlarven

Sicherheit neu denken fängt bei der Selbstreflexion an. Bevor wir von unserer Belegschaft fehlerfreies, sicherheitsbewusstes Verhalten einfordern, müssen wir mit konsequenter Integrität im eigenen Handeln starten. Nur so entsteht eine echte Safety Culture.

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